Bedeutung des Traums und der Traumdeutung in der psychoanalytischen Psychotherapie
Traumarbeit - warum Menschen aus psychoanalytischer Sicht träumen
Aus psychoanalytischer Sicht hat die Traumtätigkeit mehrfache Gründe, aber grundsätzlich sind sie immer Ich-bezogen:
Freud versteht den Traum einerseits als „Wächter des Schlafes“ und andererseits als Möglichkeit zu einer Wunscherfüllung. Wenn er in diesem Zusammenhang von einem „Bequemlichkeitstraum“ spricht, so können wir uns Träume vorstellen in denen der Wecker klingelt, wir aufstehen und bereits bei unserem Kaffee sitzen, eine Prüfung bereits geschrieben und bestanden haben oder auch Träume in denen wir auf die Toilette gehen. Hier setzt sich der Traum an die Stelle der Handlung.
Quellen des Traumes können äußere (objektive) Sinneserregung, innere (subjektive) Sinneserregung, innere (organische) Leibreize oder psychische Reizquellen sein.
- Äußere Sinneserregungen: Stellen Sie sich beispielsweise vor, Sie haben ein Kätzchen oder einen Hund, der nachts auf ihren Beinen liegt. Eventuell träumen Sie von Gegenständen, die auf Ihren Beinen liegen, Sie in Ketten liegen oder, dass sie sich nicht fortbewegen können.
- Innere Sinneserregungen: Der körperliche und psychische Wunsch nach libidinöser Befriedigung, die im realen Leben aus unterschiedlichen Gründen noch nicht stattfinden kann, könnte sich im Traum durch unterschiedliche Traumbilder erfüllen. Sie könnten von etwas „Banalem“ träumen, wachen aber sehr gut gelaunt auf und verstehen nicht warum.
- Innere Leibreize: Hier wäre der Gang zur Toilette klassisch. Es gibt auch Theoretiker*innen, die davon ausgehen, dass solche Träume auch auf Störungen der inneren Organe hindeuten.
- Psychische Reizquellen: Sie ärgern sich über eine nahestehende Person oder gar eine*n Prüfer*in, die im Traum eine Persönlichkeitsveränderung durchgemacht hat oder auch plötzlich stirbt.
Träume können auch in Verbindung mit Traumen stehen, welchen der Traum versucht einen besseren Ausgang zu geben, also psychisch besser zu bewältigen.
Psychoanalytische Traumdeutung durch Psychotherapeutin Louisa Abramov in 1030 Wien
Alpträume können darauf hindeuten, dass der Traum es entweder nicht geschafft hat, etwas Unverstandenes oder auch Traumatisches zu bewältigen, oder aber den Wunsch hinter dem Traum vermittels von Angst oder vom Bewusstsein als „schrecklich“ empfundenen Bilder zu verkleiden. Im zweiten Fall können wir an Nacktheitsträume, Angstträume oder Prüfungsträume denken.
- Nacktheitstraum: Der Wunsch sich zu zeigen oder tatsächlich in der WG nackt herumzulaufen, wie es als Kind das Natürlichste der Welt war könnte sich beispielsweise im Nacktheitstraum zeigen. In diesem Zusammenhang könnte es sich zusätzlich um den Wunsch nach einer unbeschwerten Zeit handeln: Keine Verantwortung, kein Putzplan, keine Gedanken um die Finanzen, sorgenlos versorgt werden. Eventuell handelt es sich im realen Leben um einen peinlichen Gedanken, denn wer kennt die Worte „werd ́erwachsen“, „dafür bist Du zu alt“, „wir sind doch nicht im Kindergarten“ nicht?
- Angsttraum: Denken wir zurück an Träume in welchen nahe Personen sterben und dies mit einem schmerzlichen Affekt begleitet wird. Hinter diesem kann sich der Wunsch verbergen, dass diese Person weg sein soll, aber es muss sich nicht unbedingt um einen aktuellen Wunsch handeln, sondern es kann sich um einen Wunsch aus der Kindheit handeln. In der Kindheit bedeutet sterben nämlich, dass eine Person heute weg ist, aber morgen wieder kommen kann, wie dies beispielsweise beim Verreisen der Fall ist. Denken wir beispielsweise an Geschwister. Mit diesen mussten wir uns unsere Eltern teilen oder gar Babysitten, während die Freund*innen gerade eine Party feierten?
- Prüfungstraum: Hierbei kann es sich um Erinnerungen an Strafen seitens der Eltern, Lehrer*innen etc. für etwas, das wir falsch gemacht hatten handeln, die dann auftreten, wenn wir uns eine Blamage erwarten. Denken wir beispielsweise an ein geplantes Date und dem flüchtigen Gedanken an einen eventuellen „Walk of Shame“ danach und nun träumen wir vielleicht von der Matura. „Der ängstliche Prüfungstraum, der „... dann auftritt, wenn man vom nächsten Tage eine verantwortliche Leistung und die Möglichkeit einer Blamage erwartet, würde also eine Gelegenheit aus der Vergangenheit herausgesucht haben, bei welcher sich die große Angst als unberechtigt erwies und durch den Ausgang widerlegt wurde.“ Wenn wir erwachen und uns denken, das habe ich ja schon durch, dann ist das nicht nur ein Trost, sondern kann auch ein Vorwurf sein. „Du bist jetzt schon so alt, schon so weit im Leben und machst noch immer solche Dummheiten, Kindereien. Dies Gemenge von Selbstkritik und Trost würde dem latenten [versteckten] Inhalt der Prüfungsträume entsprechen. Es ist dann nicht weiter auffällig, wenn die Vorwürfe wegen der Dummheiten und Kindereien ... auf die Wiederholung ... sexueller Akte bezogen (Freud, Traumdeutung, 1900, S. 277ff).“
Freud versteht den Traum einerseits als „Wächter des Schlafes“ und andererseits als Möglichkeit zu einer Wunscherfüllung. Wenn er in diesem Zusammenhang von einem „Bequemlichkeitstraum“ spricht, so können wir uns Träume vorstellen in denen der Wecker klingelt, wir aufstehen und bereits bei unserem Kaffee sitzen, eine Prüfung bereits geschrieben und bestanden haben oder auch Träume in denen wir auf die Toilette gehen. Hier setzt sich der Traum an die Stelle der Handlung.
Bewältigung von Albträumen durch psychoanalytische Traumdeutung in Wien
Durch den gemeinsamen psychotherapeutischen Prozess der psychoanalytischen Psychotherapie in den Räumlichkeiten in der Praxis Löwengassen in 1030 Wien kommen unbewusste Wünsche und Konflikte ans Licht und können so verarbeitet werden. Somit erfolgt eine Bewältigung von Albträumen sowie eine Behebung von Schlafstörungen ebenso wie ein besseres Verständnis der Bedeutungen eigener Träume.


